Sag beim Abschied leise Servus ... friulanische Frühlingspenne

Friulanische Frühlingspenne: mit Grünspargel, Jungzwiebeln, 
grünem Knoblauch, jungen Erbsen und Sclopit


Schön langsam wird es Zeit, von der totalen Grünphase Abschied zu nehmen. Und vor allem vom Spargel. Jetzt beginnt die orange, gelbe und rote Zeit, der Sommer naht!
Diese rustikale Pasta, inspiriert von einer Trattoria in Nimis im Friaul, mache ich immer dann, wenn unsere Lust auf puristische Spargelgerichte schon stark abgenommen hat. Das Geheimnis (oder der Fehler, je nach Geschmack) dieser Pastasauce liegt darin, dass der Spargel relativ lange gedünstet wird, damit er zerfällt und eine cremige Sauce ergibt. Wildgemüsesammler können zarte Blattspitzen vom Gemeinen Leimkraut dazu geben, einem neben dem Wildspargel im Friaul überaus beliebten Wildgemüse. Manche haben Sclopit auch in ihrem Zaubergarten wie die Küchenschabe. Ich nehm auch mal Scharbockskraut, das schmeckt uns auch sehr gut.

Frühlingspenne
Zutaten für 2 grosse Portionen:
200 g Penne
Sauce:
1 EL Butter
2 Jungzwiebeln mit viel Grün, gehackt
1 grüner Knoblauchtrieb, gehackt
300 g dünne Grünspargel oder Wildspargel, in feine Scheiben geschnitten
100 g Sclopit, grob gehackt, 
(die zarten Frühlingsblätter des Gemeinen Leimkrauts, optional)
100 g junge, frische Erbsen, blanchiert
100 ml Gemüsefond
2 EL Creme Fraiche
2 EL fein geriebener alter Montasio (Ersatz: Parmesan oder Sbrinz)
1 Prise Muskatnuss
Salz
schwarzer Pfeffer

Garnitur:
geriebener Montasio
30 g gehackter, in Butter gebratener Prosciutto, 
idealerweise aus Cormons, Sauris oder aus San Daniele


Zubereitung:
Zwiebeln, Knoblauch und Spargel in Butter anschwitzen, mit Gemüsefond ablöschen, weich kochen, ganz kurz an nur einer Stelle im Topf mit dem Mixstab anpürieren. Das ergibt eine cremige Sauce mit Gemüsestückchen. Sclopit und Erbsen sowie alle anderen Zutaten zugeben, kurz zusammen erhitzen, würzen.

Wein:
Einen Tocai Friulano

Kommentare:

  1. Sehr schönes Rezept! Und dass du die Sauce nur teilweise pürierst, gefällt mir gut!
    Sag, wo kaufst du den Montasio? Danke und schönen Sonntag, Julia

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    1. Julia,
      Montasio bekommt man (nicht immer): im Non Solo Vino, bei der Kaeseglocke am SBH-Markt. Man kann sehr gut als Ersatz Sbrinz oder Comte oder Gruyere nehmen.

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  2. ich hab schon befürchtet, du meinst mit ...abschied...leise servus was anderes! schöne penne!

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  3. roughcutblog,
    nein, nein, derzeit ist keine Bloggerdepression in Sich!

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  4. Sehr schönes Nudelgericht.
    Leimkraut...kann man es mit einem anderen Kraut vergleichen?

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  5. Sybille,
    schmeckt lecht wuerzig-bitter, aber mild, spinatig. Leimkraut steht auf fast jeder Wiese, gegessen
    wird es nur im Friaul

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    1. Danke!
      Werde mich mit Untersützung umsehen.
      Bei Wildpflanzen bin ich vorsichtig, ich kenne mich einfach zuwenig aus.

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    2. Sybille,
      das ist weise von dir.

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  6. Findest du es nicht auch krank, dass der Tocai nicht mehr Tocai heißen darf?

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    1. Völlig krank. Ein aufstrebender junger Winzer im Collio hat auf seinen Etiketten für Tocai statt einem Namen ein grosses Fragezeichen.

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  7. Mmmh, ein tolles frühsommerliches Gericht.
    Vom Wildspargel hab ich neulich, dass erste Mal gelesen!
    In Istrien glaub ich, soll es ihn geben.
    Herrlich - wie immer! Eline, ich bewundere deine Kompositionen!!!
    Lieben Gruß aus der Südsteiermark, Evelyn

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    1. Danke Evelyn,
      In zwei Wochen bin ich nicht allzu weit weg von dir in Straden im Weingut Neumeister auf Kurzurlaub ...

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  8. Oh - der Neumeister -...ja - ich kenne seine Weine und die Gegend, ist sehr schön! Genieße es!!!

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