Immer wenn ich von von meinen Rindfleisch- und Geflügelbauern ein Stück des ganz und gar privaten Hauschweins geschenkt bekomme, bin ich glücklich. Das ist für mich das beste Schweinsfleisch, das ich kenne. Leider viel zu selten auf unseren Tellern. Ich bin daher schon ein bisschen subversiv tätig und schwärme den Bauersleuten von einer Freilandschweinezucht vor, wie gut sich die Schweinderl unter den grossen Eichelbäumen auf der schönen Wiese am Waldrand machen würden ......
Bis es soweit ist, bekommen wir das glückliche, Eicheln, Erdäpfel, Getreideschrot und Milch fressende Schwein in homöopathischen Dosen auf den Tisch.
In Bali liebt man seine Hausschweine auch sehr. Daher lag es nahe, das Schwein mit einem balinesischen Curry zu würdigen.
Balinesischer Schweinscurry
Zutaten für 2 Portionen:
300 g Schweinsfleisch vom Schlögl (Kaiserteil, Nuss oder Fricandeau), geschnetzelt
2 EL natives Kokosfett oder Palmfett
Sauce:
2 geriebene, scharfe, rote Chilies
4 cm geriebener Galgant (oder Ingwer)
2 geriebene Knoblauchzehen
2 kleine, rote Schalotten, gerieben
1 EL Tamarindenmark
1 TL Terasi, zerdrückt
1 TL Palmzucker
1 TL gemörserte Korianderkörner
grüner Pfeffer, grob gemörsert
1 EL Ketcap Manis
150 ml Kokosmilch
1 EL Bio-Erdnussbutter mit Stückchen
wenig oder gar kein Salz
Gemüse:
2 Jungzwiebel mit Grün, geschnitten
1 roter Spitzpaprika, geschnitten
1 Handvoll Zuckerschoten, blanchiert, geschnitten
schwarzer Sesam, geröstet
Zubereitung:
Fleisch in kleinen Mengen im Wok in Kokosfett rasch anbraten, herausnehmen. Gemüse ebenfalls nur kurz anrösten, herausnehmen. 2 - 3 EL Kokosmilch in den Wok geben und mit Gewürzen und geriebene Komponenten zu einer homogenen Pasta rösten, mit der restlichen Kokosmilch und allen anderen Zutaten bis auf die Erdnussbutter zu einer dünnen Sauce kochen. Dann Fleisch dazu geben und noch kurz einmal aufwallen, vom Herd nehmen und Erdnussbutter gut einrühren, bis die Sauce sämig bindet. Zum Schluss das knackige Gemüse untermengen. Mit schwarzem Sesam bestreuen und mit weissem oder gelbem Reis servieren.
Unglaublich, wie elegant dein geschnittenes Gemüse ausschaut!
AntwortenLöschenJetzt machst du dich aber lustig über mich? Daran ist gar nichts elegant, ich habe nur ein scharfes Messer.
LöschenSieht das lecker aus! Echt super Gerichte. Ich speicher mir manche bereits ab um sie nachzukochen :-)
AntwortenLöschenDas freut mich, Andre! Nachgekocht werden ist Foodbloggers grösste Freude!
LöschenDas Rezept ist ganz nach meinem Geschmack. Ich bin in Indonesien aufgewachsen und Kokosmilch und Erdnüsse spielen jetzt noch immer eine große Rolle in meiner Küche. Danke fürs Rezept!
AntwortenLöschenAntonia,
Löschendas freut mich besonders, weil du ja authentische indonesische Küche kennst. Ich bin ja auf Anregungen aus Restaurants, Kochbüchern und Tips von Locals angewiesen.
Nein, ich mach mich doch nicht lustig!
AntwortenLöschen95 % aller Leute, die ich kenne, schneiden das Gemüse gerade - ich auch. Und das macht echt was her, dass du das so schräg schneidest.
OK, ich dachte ja nur. Ich glaube, 95 % aller Asiaten schneiden das Gemüse schräg.
LöschenIch mag indonesische Küche auch so gerne.
AntwortenLöschenHab früher Badminton gespielt und später mit einigen Indonesiern zusammengearbeitet, da lernt man die Küche lieben ;-)
Mit so einem glücklichen Schweinderl natürlich noch besser.