Foto: P. T.
Fleischgang meines Menüs für die "Gärtnerin aus Liebe", 16-Mai-2012
Kalbsvögerlragout, sautierte Morcheln, junge Erbsen, karamellisierte Jungzwiebeln, luftige Erdäpfel-Liwanzerl. Und eine konzentrierte,
aber trotzdem leichte Kalbsrahmschaumsauce.
Fleischgang meines Menüs für die "Gärtnerin aus Liebe", 16-Mai-2012
Zutaten für 4 Personen:
1 kg Kalbsvögerl (Teil aus dem hinteren Oberschenkel)
2 Schalotten, geachtelt
2 junge Karotten, grob zerteilt
100 g junge, frische Erbsen, blanchiert
2 junge Karotten, grob zerteilt
100 g junge, frische Erbsen, blanchiert
1 Kalbsbriesrose
1 EL grifiges Mehl zum Mehlieren
1 EL grifiges Mehl zum Mehlieren
200 g geputzte Morcheln
(frische und eingeweichte, getrocknete gemischt, das ist ein guter Tip von Bolli via Christian)
(frische und eingeweichte, getrocknete gemischt, das ist ein guter Tip von Bolli via Christian)
reichlich Biobutter
schwarzer Pfeffer
Vanillesalz (Halen Mon oder selbst gemacht)
Kalbsfond:
1000 g Kalbsknochen + 1 Stück Kalbsfuss
1 mittlere Karotte
1 grosse, weisse Zwiebel
1 kleine Petersilienwurzel
1/4 Knollensellerie
1 Lorbeerblatter
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
1/2 TL Korianderkörner
1 Zweig Thymian
2 EL getrocknete Röhrenpilze (Birken-, Steinpilze, Rotkappen, Maroni, ...)
100 ml weisser Portwein
100 ml milder Weisswein
Wasser nach Bedarf
Kalbsoberssauce:
100 ml Kalbsfond
100 ml Obers
1 Eigelb
weisser Port
Salz
weisser Pfeffer
8 karamellisierte Jungzwieberl
Zubereitung:
Kalbsbries wässern, 2 min kurz blanchieren, in Eiswasser kalt werden lassen, enthäuten, in Röschen zerteilen. In ein enges Gefäss legen und einige Stunden beschwert kalt stellen.
Kalbsfond:
Knochen
und Parüren vom Kalbsvögerl anrösten, mit Port und Wein ablöschen, reduzieren. Dann
Wasser, Kalbsfuss, Gemüse und Gewürze dazu. Ca. 2 Stunden langsam köcheln,
abseihen, um die Hälfte reduzieren,
entfetten.
Kalbsoberssauce:
Fond und Obers zusammen reduzieren, mit Eigelb legieren, würzen. In Gourmetwhip aufschäumen und warm halten. Alternativ mit Stabmixer oder Milchschäumer aufschäumen.
Ragout:
Kalbsvögerl in grobe Würfel schneiden. Mit Schalotten und Butter sanft anrösten und mit Kalbsfond und kontinuierlicher Zugabe von kleinen Butterflöckchen ganz langsam poelieren. Poelieren ist eine sanfte Kombination aus Braten und Schmoren mit Butter und den Säften des Fleisches. Mit häufigem Begießen und Wenden, bis die Fleischstücke rundum mit Butter und leicht karamelisiertem Fond überzogen sind. Karotten zur Halbzeit zugeben. Ich poeliere - wegen der besseren Kontrolle und bei kleineren Mengen - in einer gußeisernen Pfanne mit Deckel am Herd und nicht im Rohr. Wichtig: den Fond nur in ganz kleinen Mengen zugeben, bis der Saft wieder karamellisiert ist. Das Fleisch darf nie schwimmen!
Kalbsvögerl in grobe Würfel schneiden. Mit Schalotten und Butter sanft anrösten und mit Kalbsfond und kontinuierlicher Zugabe von kleinen Butterflöckchen ganz langsam poelieren. Poelieren ist eine sanfte Kombination aus Braten und Schmoren mit Butter und den Säften des Fleisches. Mit häufigem Begießen und Wenden, bis die Fleischstücke rundum mit Butter und leicht karamelisiertem Fond überzogen sind. Karotten zur Halbzeit zugeben. Ich poeliere - wegen der besseren Kontrolle und bei kleineren Mengen - in einer gußeisernen Pfanne mit Deckel am Herd und nicht im Rohr. Wichtig: den Fond nur in ganz kleinen Mengen zugeben, bis der Saft wieder karamellisiert ist. Das Fleisch darf nie schwimmen!
Morcheln in etwas Butter anschwitzen, ca. 10 min in etwas Jus vom Ragout garen. Briesröschen mehlieren, in etwas Butter rundum hellbraun braten, kurz in Ragoutjus ziehen lassen.
Kalbsragout, Bries und Morcheln minimal würzen. Der intensive Jus wird von alleine salzig. Keine Kräuter, um den Eigengeschmack der Zutaten nicht zu verdecken.
Mit Erdäpfelliwanzerl und karamellisierten Jungzwiebeln servieren.
Mit Erdäpfelliwanzerl und karamellisierten Jungzwiebeln servieren.
Ähnliches, einfacheres Rezept im Küchentanz:


Mich spricht dieses Gericht (wie alle davor aus dem Menu) extrem an. Sehr, sehr feine Kombination, nicht zu fleischig. Das Vorbereiten des Bries ist allerdings eine Herausforderung. Habe mir zuletzt geschworen, das nur noch von kompetenten Köchen zubereitet auswärts zu essen, das Rezept verführt mich aber, diesen Vorsatz wieder zu verwerfen.
AntwortenLöschenHerzlichen Dank fürs Gustomachen.
Eva,
AntwortenLöschenich finde das Putzen des Bries nicht so schlimm, wenn man es gut waessert und dann blanchiert. Dann lassen sich die Haeutchen leicht abzupfen.