Steph hat diese Küchen-Peep Show, die es schon öfter mal gab, wiederbelebt. Leider bin ich nicht so vorausschauend wie Ellja und habe keine Vorher-Nachher-Fotos. Ihr müsst euch also einen verkommenen Dachboden eines Gründerzeithauses mit braun-schwarzen Mauern und riesige Schutthaufen statt Parkettboden vorstellen. Dass ich auf so einem Schutthaufen sitzend, den Mietvertrag unterschrieben habe, zeigt meinen grenzenlose Optimismus.
Ich zeige meine Küche gerne her und ohne Bedenken, etwas Intimes preiszugeben. Ich zeige ja auch das Essen, das darin gekocht wird. Ich mag sie auch. So wie ich viele der Küchen, in denen ich in meinem Leben gekocht habe, auch gerne mochte: Die 2-Platten-Kocher-Ziegelregal-Fleischerhaken-Ecke im Studentenzimmer, die mit blitzblau gestrichenen Sperrmüll-Möbeln und Tischherd, aber ohne Abwasch ausgestattete Wohnküche in der ersten Substandardwohnung mit H., die urgemütliche (aber auch von Spitzmäusen geliebte) Küche mit Kachelofen und Holzherd im Mühlviertler Bauernhaus.
Meine Kochfreude hängt nicht von der Küchenumgebung ab, sondern von den Produkten. Ich koche daher auch sehr gerne in unserer spartanisch ausgestatteten Mini-Ferienwohnungsküche.
Ich brauch weder Gas noch Induktion zum Kochen -
ein Holzherd mit Rohr wäre schön, ist aber illusorisch
Zur Rücksichtnahme auf den restlichen Raum gehört auch, dass es keine Hochschränke gibt. Nicht mal einen Weinschrank für uns Weinfreaks. Dafür dient ein einfacher, zweiter Einbaukühlschrank.
Ein Teil meiner Gewürz- und Vorratsdosen, am Deckel beschriftet
Dieses offene Regal am freistehenden Küchenblock habe ich gegen
den Willen der Küchenexperten durchgesetzt. Hier entsteht übrigens auch
mein Küchentanz: Drehung links - griff nach der Sauteuse im Regal,
Drehung und Zwischenschritt nach rechts - zum Herd zurück
der Fuhrpark ist klein
scharfe Messer und meine 30 jährige Ikea-Marmorplatte sind wichtiger
Lieblingsstücke:das 50er Jenaer Vorratsglas meiner Mutter
meine ähnlich alte Nudelmaschine - und deutsche Grubentücher,
je älter, umso weicher und angenehmer!
ein genial konzipierter Mikado-Messerblock,
hergestellt in einem deutschen Sozialprojekt
Lieblingspfannen
zwei Vasen als Behälter für Kochlöffel & Co direkt am Herd

Wunderschöne Küche.Trifft völlig meinen Geschmack.
AntwortenLöschenIch bin auch kein Freund von zuviel Küchentechnik.
Danke für den Blick ins Reich der Köchin.
LG
Sybille,
Löschenich kenne schönere Küchen. Der Output ist aber nicht unbedingt besser als bei mir ;-)
Da hast du wirklich eine grosse schöne "Tanzfläche". Aber die kann ja nie gross genug sein. Danke für den Einblick.
AntwortenLöschenzorra,
Löschenmir würden 4 Meter Länge genügen, aber bei alten Häusern muss man immer Kompromisse machen.
Sehr schön hast du's! Danke für die Fotos!
AntwortenLöschenIrgendwie hatte ich die Idee, dass du eine High-Tech-Küche hast, die alle Stückeln spielt.
Turbohausfrau,
Löschenmit so einer blinkenden Luxusküche wäre ich nicht glücklich. Und den meisten teuren Geräten (ausser dem einen hässlichen ;-) ) stehe ich sehr skeptisch gegenüber.
Ein Bekannter von mir hat (als Mietkoch) mal in einer privaten 150.000 EUR-Küche kochen müssen. Da hat die Hausfrau vorher den Boden mit Plastikplanen abgedeckt, damit der Koch nix versaut ;-)
Hallo Eline, mir gefällt sie auch sehr, deine Küche. Ausserdem passt sie perfekt zu deinem wunderschönen (ich kann es ja nur optisch beurteilen) Essen, das in so einer puristischen Umgebung gleich noch viel mehr wirken kann.
AntwortenLöschenDanke, Frau Josepha. Freu mich schon auf Ihren Garten!
Löschenich durfte sie ja schon mal "in echt" sehen und beneide dich nach wie vor, weil du so viel Arbeitsfläche hast (aber vielleicht müsste ich mich nur von einigen unnützen Dingen trennen, um mehr Platz zu bekommen ;-) -ich bin nämlich mehr der "Hexenküchen-Typ", allerdings gerade in der Umorientierungsphase - mehr in Richtung Eline ;-)
AntwortenLöschenKüchenschabe,
LöschenHexenküchen haben auch ihren Charme, aber bei Kochen bevorzuge ich Aufgeräumtheit.
Der freistehende Arbeitsblock im Vordergrund konnte ja schon manches Mal wahrgenommen werden. Auch der Rest geht schon in die Richtung, die ich mir so vorgestellt habe. Der Verzicht auf Oberschränke zahlt sich optisch aus.
AntwortenLöschenGut finde ich auch, dass Du dich gegen den Küchenexperten durchgesetzt hast. Der ist vermutlich von der “Standardküchennutzung”, also selten und kurz, ausgegangen. Bei Küchen in denen auch wirklich gekocht wird sind offene Regale sehr vorteilhaft.
Dein Fuhrpark gefällt mir ausgesprochen gut und ich wüsste auch nicht, was ich mir mehr wünschen würde, außer vielleicht einem Thermalisierer…
Bei den Lieblingspfannen habe ich den Eindruck, dass die bei den meisten ziemlich ähnlich aussehen ;-) aber Deine Sauteusen gefallen mir auch ganz ausgesprochen.
Die Ordnung der Gewürz- und Vorratsdosen ist vorbildlich! (Also nicht, dass ich was anderes erwartet hätte, die Bemerkung geht mehr in meine Richtung…)
Übrigens habe ich noch in keinem Haushalt in dem wirklich gekocht wird, eine High-Tech-Luxus-Küche gesehen.
Gottfried,
Löschenda meine Sous Vide-Phase nur von kurzer Dauer war, fällt der Thermalisierer bei mir weg.
Eisenpfannen: da ist mein Freundeskreis wohl anders gestrickt als deiner: die meisten setzen auf beschichtete All Clads oder ähnliche Luxusstücke, meine leicht grindigen De Buyer werden immer etwas skeptisch betrachtet. Meine Sauteusen sind allerdings auch Luxusstücke, die ichmir erst vor zwei Jahren geleistet habe. Sie sind einfach unglaublich effizient und auch noch schön.
Schön! Passt sehr gut zu Dir und Deinen Gerichten. Auf Oberschränke hab ich bis auf ein kleines 60er Jahre Hängeschränkchen auch verzichtet.
AntwortenLöschenHerzeigen, bitte!
LöschenWenn sie aufgeräumt ist :o)
LöschenEinfach, übersichtlich mit sinnvollen, effizienten Arbeitsgeräten. Und vor allem nicht farbig;) Gefällt mir ausserordentlich gut. Auf den offenen Schrank hätte ich auch beharrt, so einen hätte ich auch gerne, können sich viele aber nicht so wirklich vorstellen. Hauptsache schön weggeräumt;) Mit den De Buyer Eisenpfannen habe ich auch schon geliebäugelt, kann mich aber irgendwie trotzdem nicht entscheiden. Schliesse mich der Küchenschabe an. Beneide dich auch um die riesige Arbeitsfläche.
AntwortenLöschenBirgit,
AntwortenLöschendie lange Arbeitsflaeche bedeutet aber bei mehrgaengigem Kochen ganz schoen viel Beinarbeit. Ergonomisch nicht ideal.
De Buyer- ich habe viel zu lange ohne diese Pfannen gekocht, das war ein echtes Versaeumnis!
Ich bin ja schon in den Genuss deines Küchentanzes gekommen und dein aufgeräumtes Zuhause kommt mir ja sehr entgegen, weißt du ja. Meine Lieblingsteile, die mir in Erinnerung sind: die wirklich extrem bequemen Stühle (wo sind die her?) und der Barschrank, der ist einfach nur schön! Da hat dein Tischler gute Arbeit geleistet. Aber was ich mich die ganze Zeit frage: WO hast du deinen Spüli versteckt??? ;-)
AntwortenLöschenEllja,
AntwortenLöschendie Sessel sind ja ziemlich neu: Fjord von Moroso. Eine Investition fuers Leben.
Den Schrank hat ein lieber Freund entworfen.
Der Spueli ist ganz rechts im Eck neben der Abwasch :-)
Jungejunge, ist datt ordentlich! Schöne Pfannen!
AntwortenLöschenClaus,
Löschenich hab aber nicht extra aufgeraeumt sondern den Zustand vor dem letzten Menue dokumentiert.
Beeindruckend. Da liegt wirklich jedes einzelne Utensil zur sofortigen Nutzung bereit!
AntwortenLöschenSu,
Löschenich suche trotzdem manchmal den richtigen Schneebesen oder Kochlöffel!
Eine Küche für ein König/-innenreich :-)
AntwortenLöschenIch sehne mich sehr danach, endlich meine neue Küche in Berlin voll und ganz in Beschlag nehmen zu können. Bisher steht erst nur die eine Hälfte und so sind dann auch noch diverse Dinge in Kisten verpackt und warten darauf endlich ans Tageslicht befördert zu werden. Ich hoffe inständig, dass meine Geduld nicht mehr zulange bemüht wird, denn es juckt schon reichlich in den Finger!
Andreas,
AntwortenLöschendas glaub ich dir, dass es dich schon in den Fingern juckt. Bin schon gespannt auf deine ersten Kochsessions in der neuen Umgebung.
Beeindruckend. Gut organisiert und geplant. Ein fantastisch gedeckter Esstisch. Allerdings hätte ich den freistehenden Küchenblock als Kochinsel mit Herd, Backofen und Wärmeschublade genutzt. Ein Wunschtraum, da meine 9 qm Küche doch sehr einschränkt. Aber ich habe es dennoch darin fertiggebracht 16 Leuten ein 7 Gänge Menü zuzubereiten. Getafelt wurde im Keller.
AntwortenLöschenHeinz,
Löschengenau das wollte ich nicht. So wäre die Küche viel zu dominant im Gesamteindruck des Raumes geworden.
7 Gänge für 16 Leute - das ist beeindruckend!
Datum stimmt, Uhrzeit nicht !! 8 Stunden Unterschied. Steht der Server in Kalifornien?
AntwortenLöschenNein, keine Ahnung warum das seit kurzem so ist.
LöschenIst ja schon komisch, dass ich mir das bei Dir in etwa so vorgestellt habe. Wahrscheinlich liegt es an der Art des Kochens. Ordentlich und mit Stil eben. -:)
AntwortenLöschenSchade, dass ich dich nicht ueberraschen konnte ;-)
LöschenHallo,
AntwortenLöschenes ist eine sehr schöne, zeitlose Küche. Die Lieblingspfannen sind wunderschön - ich mag es, wenn man den Geräten ihre Benutzung ansieht.
Lg
jinja,
Löschenschoen, da haben wir den gleichen Geschmack.
Die Pfannen werden mit den Jahren immer besser.