Ein bisschen Retro, aber gut, leicht und frisch:
Geräucherte Lachsforelle, Avocado, Sesam,
Jungzwiebelgrün, Honigsenf-Vinaigrette
So ein Mini-Menü entsteht ohne geplanten Einkauf ganz spontan, daher sind die Gänge nicht aufeinander abgestimmt.
Bietola Rossa-Ravioli, Nussbutter, Parmesan
(Rezept folgt demnächst)
Schnelles Mangofool mit Kokos:
aus pürierter Mango, Zitronensaft, Zucker, Vanille,
Joghurt, Schlagobers
Abschweifung zu Chicoree: bleich, bitter, ungeliebt?
Claus - Das gute Zeugs nennt ihn "Bitterkram" und hat mich mit seinem Chicoree mit Orangen, Sesam und Mayonaise zum Nachmachen angestachelt.
Vor kurzem hörte ich in Ö1 ein Interview mit dem ersten Chicoreezüchter Österreichs. Er versuchte (ich glaube es war in den Siebzigern) vergeblich Gemüsegrosshändler davon zu überzeugen, dass man "des bittere Zeugs" verkaufen kann. Er musste mit einer Wagenladung unverkauftem Chicoree wieder nach Hause fahren. Seither vermarktet er Chicoree und Radiccio erfolgreich selbst.
Die Ablehnung hat wohl in Österreich nie ganz aufgehört. Ich kann mich erinnern, dass ich als Studentin, als ich endlich in der WG ein Backrohr zur Verfügung hatte, ganz stolz in Toastschinken gewickelten und mit "Geheimratskäse" überbackenen Chicoree servierte. Das kam bei meinen Mitbewohnern gar nicht gut an: "Des bittere Zeugs ....".
Chicoree war dann eine Zeit lang sehr en vogue : es gab in feineren Restaurants (die ich mir nicht leisten konnte) und in meinen Kochbüchern: gefüllte Chicoreeschifferl oder Chicoree mit Krabben und Mayonaise in Cocktailglas. In der Alltagsküche wurden eher die gewickelten und überbackenen Rezepte bevorzugt. Ich habe auch einen in meiner vegetarischen Vollwertzeit produzierten, wässrigen Chicoree-Auflauf mit Soja-Faschiertem in nicht sehr guter Erinnerung.
Irgendwie habe ich dann Chicoree aus meinem Repertoir gestrichen und mich auf Radicchio konzentriert. Aufgrund der nicht so wässrigen Struktur und dem intensiveren Geschmack. Jetzt habe ich die "Brüsseler Spitzen" auch wiederentdeckt. Aber am liebsten roh. Ein Tartare aus Chicoree werde ich demnächst mal in einer kalten Vorspeise zu rohem Fisch oder Fleisch ausprobieren.
lustig, ich habe chicoree nie nicht mögen, wahrscheinlich, weil es ihn im winter bei uns jede woche mehrmals gab - die ganze familie liebt ihn. kommt bei mir auch nach wie vor im winter sehr gerne in viele salate (textur!) und überbacken steht ihm immer noch gut.
AntwortenLöschenSo bitter wie früher ist er ja ohnehin nicht mehr, der Chicoree und auch der Radicchio. Dieses charakteristische Merkmal wird zugunsten der Massentauglichkeit nach und nach reduziert.
AntwortenLöschenBei Rosenkohl z.B. hab ich auch den Eindruck, dass man Geruch und Geschmack "angepasst" hat.
katha,
AntwortenLöschenich mag ihn auch im Wintersalat. Bei Gordon Ramsay habe ich mal eine karamellisierten Chicoree-Tarte (a la Tatin) gegessen, die war sagenhaft gut.
Suse,
man bekommt schon noch bittere Sorten. Mein Gemuesehaendler mag selbst gerne bittere Gemuese. Da kann ich mich auf ihn verlassen.
Zufall? Ich habe das eisig-kalte Wochenende dazu genutzt, endlich wieder einmal Raviolis zu machen: Kürbis-Variante mit Senffrüchten drin. Sind sehr fein geworden - bin gespannt auf deinn Bietole-Rossa Rezept ... und werde es dann gerne gleich ausprobieren. Weil, jetzt habe ich wieder richtig lustig auf lange Ravioli-Samstage.
AntwortenLöschenkochfrau,
Löschenkein Zufall. Momentan wird viel Zeit in der Küche verbracht. Das ist so heimelig. Kochen und Essen verdrängt unsere Urangst vor dem Erfrieren.
Kürbisravioli mag ich auch sehr!
meine Lieblingszubereitung stammt von F. Girardet: die Chicoreestreifen in Zitronensaft mit Salz, Pfeffer und wenig Puderzucker marinieren, dann in heisser Butter 2-3 Minuten anbraten, so dass sie noch knackig bleiben.
AntwortenLöschenRobert,
Löschenknackig und leicht karamellisiert, das ist die Zauberformel. Gefällt mir gut.
Hmm, das muss ich als Chicoree-Fan unbedingt auch machen. Sicherlich eine total feine Kombination. Mit Chicoree bin ich erstmals Ende der 90er in Frankreich während eines Sprachaufenthaltes im Januar bei meiner Gastfamilie in Berührung gekommen. Dort gab es ihn praktisch jeden Tag. Diesen Winter habe ich schon öfters Chicoree mit Thymian, Orangenzesten und etwas Butter im Ofen gemacht. Sehr einfach, aber trotzdem gut.
AntwortenLöschenBirgit,
Löschendas war eine Was ist gerade im Kühlschrank-Lösung. Aber trotzdem gut. Ich habe die kleinen Blätter genommen, damit man den Happen mit den Fingern essen kann.
Jeden Tag? Das muss nicht sein.
Orange harmoniert sicher sehr gut.