Shortbread gehört zu den wenigen Keksen, die ich sehr gerne esse. Das hat was mit meiner Tee-Leidenschaft zu tun. Tee und Shortbread, die mögen sich einfach. Ab und zu darf es auch ein guter Single Malt oder (weniger stilecht) ein Small Batch Bourbon sein. Shortbreadrezepte gibt es viele, einige habe ich probiert, aber kein Ergebnis hat mich bisher restlos zufriedengestellt. Ich habe immer das homemade Shortbread eines britischen Hotels in Erinnerung, das war gerade richtig: sehr mürbe, buttrig und salzig, so wie ich es liebe.
Eine ebenfalls anglophile Freundin machte mich vor Monaten auf ein Effilee- Shortbreadrezept aufmerksam. Dieses habe ich bereits zweimal gebacken und finde, es ist mindestens so gut wie das britische Vorbild.
Im Prinzip ist der Shortbreadteig ein klassischer 3-2-1 Mürbteig aus Mehl-Butter-Zucker. Beim Effilee-Rezept wird 1 Teil Mehl durch Reismehl ersetzt. Das ist genial. Das bringt genau die richtige mürbe Konsistenz, die mir bei bisherigen Versuchen immer gefehlt hat.
Ich gehe (ausnahmsweise!) genau nach Rezept vor, nehme aber mehr Salz: einen gestrichenen Teelöffel leicht gemörserte Salzflocken (Halen Mon, Maldon). Bio-Mehl und beste Bio-Butter sowie Tahitivanille bringen besonders feinen Geschmack.
Abweichung von der Effilee-Anleitung: vor dem Backen schneide ich den Teig am Blech in kleine Rechtecke und steche mit der Gabel drei bis viermal pro Rechteck ein. So lässt sich das Shortbread nach den Backen sauber an den Linien schneiden oder brechen und hat auch das traditionelle Aussehen eines Shortbreads. Wichtig für das Gelingen: Teig nur vermengen, nicht kneten, nicht zu dünn sondern 5-6 mm dick backen. Und nicht zu dunkel, nur hellbraun. Shortbread schmeckt am besten nach ein paar Tagen Reifung.

na bumm, wir sollten mal ahnenforschung betreiben. buttrig-salziges shortbread zum nachmittagstee, paradiesisch! und das effilee-rezept (die "prise" salz dort ist allerdings ein schmarrn, da gehört ordentlich salz hinein!) wartet seit monaten drauf, ausprobiert zu werden, reismehl ist längst im haus. bloß daessen wir so ein blech nie und nimmer zu zweit auf (und zwei tage hintereinander mag ich nicht einmal shortbread). hast du schon versuche gemacht, wie lange sie im knuspermürben zustand bleiben?
AntwortenLöschenkatha,
AntwortenLöschenich nehme einen gestrichenen Teelöffel von leicht im Mörser zerriebenen Halen Mon-Flocken (Ich mag es, wenn das Salz als Kristall beim Biss noch etwas spürbar ist. ) Demnächst probier ich das Ganze mal mit den Vanillesalz-Flocken von Halen Mon.
Haltbarkeit: ich hatte die letzte Partie am See mit. In einer luftdichten Dose in einem eher kühlen Raum haben die Shortbreads zwei Monate gehalten, sie wurden sogar immer besser. Länger haben sie noch nie gereicht.
"Eine ebenfalls anglophile Freundin machte mich vor Monaten auf ein Effilee- Shortbreadrezept aufmerksam. Dieses habe ich bereits zweimal gebacken und finde, es ist mindestens so gut wie das britische Vorbild."
AntwortenLöschenWow, ich schmelz dahin vor Stolz. Danke!
vijay,
AntwortenLöschender Stolz auf dieses Rezept ist mehr als berechtigt. Ich wäre nie auf Reismehl als Beigabe in Shortbread gekommen, habe es auch nie beim Rezeptgooglen gefunden. Da hätte ich noch lange experimentieren können, daher ein Dankeschön!
genau, vijay, das war ja ein chefrezept ;-) - und da eline unbestechlich ist, heißt das, es ist ein gutes chefrezept.
AntwortenLöschenOkay, das Rezept habe ich nun aus dem Text herausgefiltert. Bei welcher Temperatur und wie lange werden diese Kekse gebacken? Wie dünn/dick walke ich den Teig am Blech aus?
AntwortenLöschenDanke.
wildkräuterfrau,
AntwortenLöschenunter dem 2. Foto im Text ist der Link zum Originalrezept in der Effilee mit genauer Backanleitung.
Der Teig wird nur mit den Fingern leicht auf ein Backpapier gedrückt, ca. 5-6 mm dick (das steht in meinem Text). Backtemperatur 150 Grad C O/U.
Wie schön! Mal wieder ein von Eline erprobtes Rezept mit Gelinggarantie. Und dann noch Shortbread, klasse!
AntwortenLöschenAn das Vanillesalz hab ich während dem Lesen auch schon gedacht. Probier ich am Wochenende.
Toni,
AntwortenLöschenich vermute:
bei Verwendung von Vanillesalz muss man aber trotzdem noch extra Vanille dazu geben. Denn so viel Vanillesalz, dass man Vanille deutlich schmeckt, kann man nicht verwenden.
Reismehl! Da muss man erst mal drauf kommen. Mein Rezept ist auch nie mürb genug geworden. Ich mag es auch am liebsten, wenn man noch ein paar Salzkristalle beim Beissen spürt.
AntwortenLöschenAllerdings kann ich mich anstrengen wie ich will, meine vorbereiteten Backbleche sehen niemals so exakt aus, dass sie irgendeiner abfotografieren und veröffentlichen möchte.
susa,
AntwortenLöschen;-)
bei Shortbread ist der leicht schlampige "homemade Touch" gewollt. Sonst könnte man ja gleich "Walkers" kaufen. Daher sieht mein Blech auch nicht exakt aus. Man könnte die Rechtecke mit genau gleichen Kantenlängen schneiden und die Gabel-Einstiche in regelmässigen Abständen vornehmen - das wäre doch was für Suse und Toni ????
Hallo! ich liebe shortbread! am sonntag haben wir eröffnung in der schule und meine kollegin und ich managen einen britishen tearoom mit unseren schülerinnen. haben heute im kochunterricht dein rezept ausprobiert und sie sind superlecker geworden. natürlich haben wir normales salz verwendet (schulbudget...) und dinkelmehl. sie sind wunderbar mürb geworden. kaum zu glauben, dass sie noch besser werden können! :) danke für das supter rezept!
AntwortenLöschenelyfoody,
AntwortenLöscheneure Initiative gefällt mir! Ich hätte auch gerne einen British Tearoom an meiner Schule gehabt.
Danke für dieses PERFEKTE Rezept!
AntwortenLöschenAnna
Freut mich, Anna, dass dir dieses Rezept gefällt.
Löschen