Kochbuchfrust beendet


Ich habe mich hier ja schön öfter ausgejammert, dass ich keine Kochbücher mehr entdecke, die mich begeistern und zum Kauf verführen können. Da ich sowieso fast nie nach Rezepten koche, sind mir neue Bücher auch nicht wirklich abgegangen. Doch ich brauchte für diesen Sommer neue Ideen für vegetarische, einfache Gerichte, die ich in meiner kleinen Ferienküche zubereiten kann und die nicht zu viele Zutaten benötigen. Dieses dicke Buch mit hässlichem Cover, ohne Fotos und ganz ungestylt hat meinen Kochbuchfrust beendet. Ich kann darin schmökern, wie in einem Roman, und mir aus den 600 verschiedenen Rezepten aus 45 Ländern Anregungen für Gerichte, wie den folgenden Curry holen. Die Rezepturen sind sehr einfach, manchmal ein bisschen zu amerikanisch. Aber für mich ist das eine begeisternde internationale Enzyklopedie von vegetarischen Gerichten ganz ohne Ideologie.




Karottencurry 
Sehr frei nach einem Rezept von Madhur Jaffrey, ursprünglich ein trockener Curry aus dem ländlichen Punjab. Ich habe den Curry durch die Zutaten Kokosmilch und Erdnussbutter, sowie eine tamilische Currymischung sehr weit weg vom Norden Indiens gebracht ;-)

Zutaten für 2 Portionen:
1 EL Butterschmalz
1 mittlere, weisse Zwiebel fein gehackt
1 kleine Knoblauchzehe, fein gehackt
2 cm frischer Ingwer, fein gehackt
1 rote Chilischote, fein gehackt
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Madras-Curry oder eine ähnliche südliche Mischung
3 mittelgrosse, reife Tomaten, gerieben oder feinst gehackt
200 g fest kochende Kartoffeln, gewürfelt
250 Karotten (und gelbe Rüben), gewürfelt
150 g Erbsen
100 ml Kokosmilch
100 ml Gemüsefond
2 EL Erdnussbutter mit Stücken
1 EL indischer Zucker (ersatzweise Palmzucker)
Salz
Koriandergrün

Zubereitung:
Zwiebel, Knoblauch, Ingwer in Butterschmalz anbraten, Gewürze kurz mitbraten, Tomaten, Chili zufügen, Paste gut durchrösten. Restliche Zutaten, bis auf Erbsen und Erdnussbutter dazu. Ca. 45 min köcheln.Erbsen zugeben. Zum Schluss bei kleinster Hitze soviel Erdnussbutter einrühren, dass die Sauce leicht eindickt. Salzen und mit Koriandergrün bestreuen. Dazu Basmati oder Naan.

Kommentare:

  1. wenn es noch mehr von diesen überaus lecker aussehenden rezepten in diesem buch gibt, dann muss ich da wohl mal ganz schnell reinschauen ;)

    lg
    the vegetarian diaries

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  2. Danke für Deinen Bericht. Dieses Buch steht schon länger auf meiner Wunschliste. Jetzt muß ich es mir aber auch mal besorgen.

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  3. Die Umschlagsfarben erinnern mich ein bißchen an den ..., wie heißt er noch? Und weg...

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  4. the vegetarian diaries,
    bei 600 rezepten ist sicher was fuer dich dabei!

    bushcook,
    mit deiner expertise wirst du sicher auch neue anregungen bekommen.

    claus, :)))
    die aehnlichkeit ist mir auch aufgefallen, hat mich aber nicht abgeschreckt.
    den umschlag kann man entfernen. und der inhalt stellt so manches in-book in den schatten.

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  5. Eline, das habe ich auch. *flüster* ich habe echt zu viele Kochbücher...aber dieses lohnt sich wirklich. Ich koche viel daraus und blogge leider viel zu wenig...

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  6. Dieses Kochbuch habe ich vor ein paar Jahren nach einer Ayurveda Kur in Indien, als ich auf der Suche nach guten vegetarischen Rezepten war, gekauft. Einfach darin schmökern war und ist ein schöner Zeitvertreib. Mir gefällt, dass es Rezepte von allen Kontinenten und vielen verschiedenen Ländern enthält. Ich finde es sehr inspirierend.

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  7. isi,
    das buch hat was für semi-vegetarier wie mich.

    birgit,

    ich finde es auch spannend.
    z. b.gerichte der indian community in trinidad: ursprünglich indisch, aber regional so angepasst, dass inder sie kaum erkennen.

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