Das sind sie, "meine Kia". Das heisst natürlich "Rinder", aber bei uns heissen allen Rinder "Kia", egal ob männlich oder weiblich. Sie gehören natürlich nicht mir, sondern meinem Fleisch- und Geflügelbauern. Aber ich habe sie ins Herz geschlossen. Dass ich sie esse, ist für mich kein Widerspruch.
Eine Herde von 27 Tieren, fast alle Pustertaler Sprinzen. "Sprinzen" heisst Flecken und die haben diese Rinder in ganz unterschiedlicher Form. Sei sind auch mal fast ganz weiss, rotbraun oder schwarz-weiss. Von der alten Mutterkuh, die, wenn auch schon unproduktiv, ihren Lebensabend geniessen kann bis zu kaum zu bändigenden Kälbern sind alle Generationen gemeinsam auf der Weide. Dazu ein gerade mal 20 Monate alter Stier, dem die Kia (diesmal sind nur die weiblichen Rinder gemeint) auf der Nase herum tanzen, auch wenn er noch so viel Imponiergehabe, wie Schnauben, Stampfen, Scharren, an den Tag legt. Ich hätte ein Video machen sollen. Denn sie kamen alle vom Wald herunter gallopiert, um mich neugierig zu beäugen. Das war schon fast eine Stampede. Stoppen kann man die nicht. Man kann nur hoffen, dass sie von alleine zu Rennen aufhören.
Auf da Oim gengan die Kia, war 1990 das erste Album der legendären Linzer Band Attwenger. Aus dieser Zeit stammt auch der folgende Clip.
Heute abend gibt es Tagliata von der Stier-Beiried mit grünem Salat, Parmesan und Pignoli. Das Fleisch stammt natürlich von meine Kia. Und ich überrasche H. mit dem soeben heruntergeladenen neuen Attwenger Album flux.



bin baff. jetzt mag die eline auch noch attwenger. flux fehlt mir (noch), alle anderen stehen hier im regal. besonders gern mag ich ja "rahm" (pflug) und "woam werdn" (song)... hab' leider die neuen konzerte im april hier in wien versäumt.
AntwortenLöschenNa ja, bin ja sozusagen älter geworden mit den Attwenger (und den Urfahraner Aufgeigern). Und das Gstanzl mit die Kia ist mir beim Besuch am Bauernhof eingefallen und nicht mehr aus dem Kopf gegangen.
AntwortenLöschen"...da gibt's koa sünd" hab ich eigentlich gedacht;).
AntwortenLöschenAttwenger hab ich ne zeitlang auch ganz gerne gehört. Ist aber schon eine Weile her. Könnt ich mal wieder...
toni,
AntwortenLöschendas ist der Anbrater-Spruch der Tiroler Schilehrer für Touristinnen, der gilt nicht in Oberösterreich ;-)
Großartig! Ich hab Attwenger kennen gelernt anno 92 in Berlin. Da hat sie John Peel bei seiner Radiosendung auf BBC1 (konnte man damals noch auf UKW empfangen) gespielt, und zwar... "Rahm". Ich hab's auf Kassette aufgenommen und war begeistert. Die Kassette gibt's immer noch, John Peel leider nicht mehr.
AntwortenLöschenD' Chüeh gange z'Alp. Versuch deinen Titel ins Schweizerische zu übersetzen.
AntwortenLöschenmatze,
AntwortenLöschenhaette nicht gedacht, dass man die beiden schon so bald international gespielt hat.
robert,
uebersetzt heisst das "auf der alm gehen die kuehe".
ich bin des schweizerdeutschen nicht so maechtig, wuerde "gange z'alp" als "gehen auf die alm" uebersetzen, moeglicherweise falsch. Das wuerde bei uns "auf de oim" heissen.
Und ich hab erst gedach, dass da ein paar Buchstaben durcheinander geraten sind :o)
AntwortenLöschenKühe sind eingentlich ja ganz tuffig, nur so schrecklich neugierig und wenn die mit ihren riesigen Köpfen auf einen zugerannt kommen, dann nehm ich auch lieber Reißaus.
Mit den alpinen Regionen assoziiere ich eigentlich immer diese milchkaffeefarbene Sorte, die Bunten bekommt man eher in dieser Gegend zu sehen, wenn der Bauer sie denn mal auf die Weide lässt.
Eigentlich gar nicht so erstaunlich, dass Menschen, die auch sonst viel Geschmack beweisen, sich in Fragen musikalischer Natur so bewandert zeigen. Und doch bin ich baff.
AntwortenLöschenIch selbst habe Attwenger Anfang der 90er mit "Most" kennen- und schätzen gelernt.
suse,
AntwortenLöschennein, die Buchstaben passen so. Und die vielen Vokale eignen sich bestens, um langgezogen gesungen und moduliert zu werden.
Du verrätst mir sicher, was "tuffig" heisst?
Marqueee,
du kennst die Attwenger also auch!
Klar!
AntwortenLöschenTuffig ist ein Ausdruck für niedlich, bei den Kühen für mich eher im Sinne von behäbig, drömelig (ich hoffe, du kennst diesen Begriff ;o))
Klar, suse!
AntwortenLöschenDrömelig gehört zu meinem üblichen Wortschatz. Zumindest fühle ich mich nach ausgiebigen Feiern am nächsten Morgen so.