Eine kleine, bei Hitze transportable Geburtstagstorte sollte gebacken werden. Ich habe mir eine Rezeptur mit guter piemontesischer Haselnusspaste (nein, ich mache keine Werbung für Nutella, also bitte was Gscheites nehmen !!!), gerösteten Haselnüssen, Schokolade, dunklen Kirschen, frisch vom Baum, und ohne Mehl ausgedacht.
Piemonteser Kirschtorte
Zutaten für eine grosse (24 cm) oder zwei kleine (18 cm) Springformen:
ca. 500 g entsteinte Kirschen, dunkle Sorte, nicht zu süss
90 g Butter (zimmerwarm)
100 g Backzucker
90 g dunkle Kuverture, ca. 70 %, bei 40 Grad geschmolzen
2 gehäufte Esslöffel ungesüsste Haselnusspaste, zimmerwarm
6 Eidotter
6 Eiklar
170 g geschälte, geröstete und fein geriebene Haselnüsse
50 g Weissbrotbrösel (ohne Rinde)
1 MSP Salz
Dekor:
100 g passierte Kirschmarmelade
20 ml Kirschschnaps
geröstete Mandelsplitter
Schokoladenglasur:
30 g dunkle Kuverture, ca. 70 %
20 g Butter
Für die Form(en):
etwas weiche Butter
2 EL geriebene Haselnüsse
Zubereitung:
Butter mit Hälfte des Zuckers sehr schaumig rühren. Abgekühlte Schokolade und Haselnusspaste und Eidotter nach und nach zugeben, weiter schaumig rühren. Jetzt ist Selbstbeherrschung gefragt, denn diese Creme schmeckt einfach köstlich!
Eiklar mit Salz und restlichem Zucker schlagen. Unter die komplett ausgekühlte Creme heben. Zum Schluss Mandeln und Brösel untermischen. In befettete, mit Haselnüssen ausgestreute Form(en) füllen. Kirschen dicht nebeneinander auf den Teig setzen. Bei ca. 180 Grad ca. 45 Minuten backen. Bei 2 kleinen Formen reichen so 35 Minuten. Noch warm mit Kirschmarmelade, verrührt mit Kirschschnaps, bestreichen. Schokoladenglasur: Dafür grob zerkleinerte Kuverture und Butter in einen Gefrierbeutel geben. Diesen auf 40 Grad erwärmen (Restwärme des Backrohres ausnützen). Den Beutel durchkneten, die Glasur abkühlen. Eine kleine Spitze des Beutels abschneiden. Mit schnellen Bewegungen ein Gitter auf die vollkommen abgekühlte Oberfläche spritzen. Mit Mandelsplittern dekorieren. Wer mag, kann dazu noch ungesüsstes Schlagobers servieren. Oder für ein Menüdessert: kleine, runde Kuchen ausstechen und dazu ein Kirschsorbet oder ein Sauerrahmeis servieren. Die Torte schmeckt einen Tag nach dem Backen am besten.