... aber Fischeier schon!
Fischeier klingt natürlich weit weniger luxuriös-dekadent als Kaviar. Ich esse keinen Stör-Kaviar, nicht nur aufgrund der dubiosen Methoden, mit denen er "gewonnen" wird, es gibt ja auch schon Zuchtkaviar aus Mitteleuropa, nicht nur aufgrund der Wahnsinnspreise, sondern weil er mir auch nicht besonders schmeckt - er ist meist zu salzig. Jetzt ist aber hier wieder Saison für frischen "Kaviar" von Forelle, Saibling und Lachsforelle. Und mein schon oft gelobter Gemüsehändler züchtet auch Fische und stellt so ab Ende Oktober, wenn seine Fische genug Eier tragen, Kaviar her. Heute Abend gibt es den ersten Lachsforellenkaviar der Saison ganz einfach mit gekochten Erdäpfeln und Rahm. Wieso gibt es bei uns nicht den herrlichen Smetana wie in Finnland oder Russland, der so gut zu Räucherfisch und Kaviar passt? Unser Sauerrrahm wird meist mit nur 10 bis 15 % Fett hergestellt und ist viel zu säuerlich. Um dem Geschmack des süsseren Smetana nahe zu kommen, mische ich sauren Rahm mit einem Drittel Obers.
Einen passenden Wein überlege ich noch ....
Forellen- oder Saiblingskaviarverwende ich gerne als "Gewürz" zu den verschiedensten Fischgerichten:
Canapee mit gebeizter Lachsforelle, Kaviar und Orangen-Dill-Creme
Tagliolini mit Lachsforelle und Kaviar
Lauwarmes Erdäpfeltörtchen, Krenmousse, Räucherlachs, Saiblingskaviar








