Schotten wird seit Urzeiten in bergigen Regionen mit Milchwirtschaft hergestellt, von Graubünden bis ins Mühlviertel. Er ist ein Beispiel für die Mischung aus Erfindungsreichtum und Sparsamkeit, die viele Jahrhunderte notwendig war, um das Überleben zu sichern. Der Name Schotten kommt allerdings nicht vom als sparsam bekannten Volk aus dem Norden der Britischen Inseln. Wahrscheinlich ist er eher vom Namen einer Holzlade, in der der Schott getrocknet wurde, hergeleitet. Er ist weltweit einer der wenigen Käse, die ohne Lab hergestellt werden, aus Buttermilch, Magermilch oder aus Käsemolke (wie sein Verwandter Ricotta), das ist regional unterschiedlich. Er entsteht durch natürlichen Säuerungsprozess und Erwärmung. Frischer Schotten ist geschmacksneutral. Je nach Gegend wird er durch Kräuter (Schabzieger Klee in der Schweiz) , Gewürze und Räuchern geschmacklich angereichert und haltbar gemacht.
Wir haben am Sonntag Kürbiscappellacci mit geriebenem Schotten gegessen, eine sehr wohlschmeckende Kombination. Der restliche Kegel reicht noch für viele Mahlzeiten, er sieht sehr vertrauenswürdig aus - wir werden nie Hunger leiden .....
Nachtrag, gerade entdeckt:
Lamiacucina hat ein Gericht namens "Zigerhoreli" aus Schabziger in seinem schönen Urlaubsbericht aus Glarus angekündigt, ich bin gespannt!

Wie interssant Eline. Du weißt ja, dass ich oft in Österreich bin, aber diesen Käse habe ich noch nie gesehen. Beim nächsten Mal muss ich da aufpassen :-)
AntwortenLöschenToll habe ich noch nie gesehen oder davon gehört weder in der Schweiz noch Österreich...- ich liebe solche Neuentdeckungen und bin Dir dankbar für Deine Beiträge Eline. Das nächste Mal werde ich aufpassen. Das Kürbisgericht kling unglaublich lecker!!
AntwortenLöschenDanke für diesen interessanten Artikel. Als ich die Form der Schotten sah, musste ich sofort an den Tessiner Zincarlin Käse denken, der zwar nicht ganz vergleichbar ist.
AntwortenLöschenhttp://www.bettybossi.ch/de/aldente/2183_iwb_alde_film.aspx#20Anc
"Als Wurfgeschoss eignet er sich ja, aber zum Kochen?" *lol*
AntwortenLöschenSehr interessant, von diesem Käse habe ich noch nie gehört. Jetzt kann ich nicht nur bei Isi, sondern auch bei Dir in die Käseschule gehen, schön!
Ja, die Älpler machen komische Sachen ;-)
AntwortenLöschenSo ähnliche Käse gibt es auch in Griechenland, Italien und in Spanien, meist aus Schafs- oder Ziegenmolke.
Ich finde es unheimlich interessant, wie Menschen auf völlig unterschiedlichste Weise zu wichtigen Nahrungsbestandteilen kommen, so z. B. zu Eiweiss. Wir haben gerade Botarga aus Sardinien geschenkt bekommen. H. hat sich gestern diese über seine abendlichen Nudeln gerieben. So haben sich Meeresbewohner mit haltbarem Eiweiss versorgt, in den Bergen gab es das Eiweiss in form von Hartkäse.
Keinesfalls möchte ich hier für meinen Math-Blog werben! Aber weil es zufällig passt.
AntwortenLöschenhttp://mathplugged.blogspot.com/2009/08/how-many-cheeses.html
Ich kenne jetzt 101 :=)
p.s. Käsereiben ist eine der schönsten Arten von "Dekonstruktion"?
da ich ja großer Fan von weichen, ja fließenden Käsen bin, muss ich erst mal drüber nachdenken, ob ich bei diesem Exemplar nicht die Schotten dicht machen würde ,-).
AntwortenLöschenHiHi Ellja, ich versteh. Fein gerieben schmilzt er ein bisschen auf dem heissen Nudelteig, aber nicht so viel wie Parmesan.Wenn du ihn fliessend haben möchtest, musst du Schotten als sehr, sehr reifen Graukäse essen ....
AntwortenLöschenGuten Tag
AntwortenLöschenIhr Blog hat unsere Aufmerksamkeit erregt, aufgrund der Qualität seiner Rezepte.
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Herzlichst
vincent,
AntwortenLöschenich bin eh dabei - allerdings war der Banner mysteriöserweise verschwunden. Hab ihn wieder aktiviert.