Lamm, Marillen und Lavendel




Ein frühsommerliches Gericht, das mediterranen Duft und Geschmack von der Provence bis Marokko einfängt. Ich habe es im Rahmen eines Menüs letztes Jahr serviert und möchte mit diesem Rezept meinen Küchentanz anfangen:


Lamm Sous Vide/Marillenreis/Kaffeesauce/Lavendel

Zutaten (für 4 Menüportionen)

500 g schön parierte Keulenstücke vom Lamm
250 g ausgelöster Lammrücken

Marinade für die Keulenstücke:
1 Prise Raz el Hanout
1 Prise feines Meersalz
2 EL Olivenöl
Bohnenkraut
Thymian

Marinade für den Rücken:
ganz wenig Bohnenkraut
1 EL Olivenöl
1 schwarze Olive

Kaffeesauce:
100 ml dunkle Lammglace
3 Kaffebohnen ganz
4 Tl kalte Butter

Bombareis mit Marillen:
Marillenragout:
6 vollreife Marillen, entkernt, gewürfelt
1 EL Zucker
4 Nelken ganz
1/2 kleine Zimststange
50 ml fruchtiger Riesling
30 ml weisser Port
2 cl Marillenschnaps
150 g Bomba
2 kleine, weisse Schalotten
1/2 Zehe vom jungen Knoblauch
400 ml heller Geflügelfond
1/2 TL Harissa
feines Meersalz
2 EL kalte Butter

Garnitur:
4 schöne Lavendelrispen
grob geschroteter Ghanapfeffer


Zubereitung:
Die beiden Fleischsorten getrennt Sous Vide zubereiten.
Keulenfleisch:
über nach in der Marinade eingeschweisst ziehen lassen.
Temperatur und Garzeit:
60 min bei 60 Grad. Kerntemperatur: 55 Grad

Lammrücken:
Mit etwas Bohnenkraut, der Olive und dem Öl einschweissen.
Temperatur und Garzeit:
15 min bei 60 Grad. Kerntemperatur: 52 Grad
Nach dem Garen die Beutel auf Eis rasch abkühlen. Vor dem Servieren: 20 Min bei 55 Grad aufwärmen. Die Beutel aufschneiden, den Fond abgiessen. Das Fleisch trocknen und zart in Butter arosieren.

Kaffeesauce:
Lammglace leicht erwärmen und die Kaffeebohnen darin min. 1 Stunde ziehen lassen, abgiessen. Mir kalter Butter montieren.

Marillenreis:
Zuerst das Marillenragout zubereiten, Gewürze entfernen. 4 El des Ragouts fein aufmixen, bis ein weisslicher Schaum entsteht.
Den Reis mit dem Ragout wie ein Risotto kochen. Mit Butter montieren.

Anrichten:
Fleisch mit Kaffesauce nappieren, mit Lavendelrispen garnieren, Marillenreis mit grobem Ghanapfeffer bestreuen.

Kommentare:

  1. meist brat ichs dann am Schluss doch noch kurz an. Bei sous-vide allein fehlt mir die Kruste :-)

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  2. Mach ich auch, allerding bei so zartem Lamm mache ich keine dunkle Kruste, aber ein paar Röstaromen und Buttergeschmack müssen sein! Vielleicht ist der von mir im Rezept verwendete der Begriff "arosieren" nicht so verbreitet, also korrigiere ich mich auf:
    "Das Fleisch trocknen und zart in Butter anbraten."

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