Abschied ohne Wehmut



Letzte Impressionen an einem wunderschönen Herbsttag

Vier Jahre lang haben H und ich etwas gemacht, was ich uns Nomaden nie zugetraut hätte: wir haben uns am Attersee eine Sommerfrische gemietet. Nach vier schönen, erholsamen, lustigen, geselligen, besinnlichen und sportlichen Sommern, möchten wir, ganz im Wortsinn, zu neuen Ufern aufbrechen. Ob skandinavische Seen und Wälder, ob griechische Inseln, die Ost- oder Nordsee, das Mittelmeer, ... keine Ahnung, wohin wir in den nächsten Jahren im Sommer reisen werden. Aber ans Wasser, soviel steht fest.

Was uns bleibt, wenn wir heute die Sommerfrische am Attersee beenden: Bekanntschaft mit netten Nachbarn und gastfreundlichen Vermietern, bessere Schwimmtechnik, traumhafte Morgenschwümme mit dem Haubentaucher, gute Berg-Kondition, genauere Kenntnisse von Fischen, Wasservögeln, Schlangen und Siebenschläfern, der Eindruck tiefschwarzer Nächte und absoluter Stille. Die Erinnnerung an Genussfeste mit gegrillten Wachteln, Perlhühner, Lammschultern, Maränen und Reinanken, unzähligen Flaschen Wein und Champagner, viel Lachen und ernsthafte Gespräche bis tief in die Nacht hinein, an der Mole, auf der Waldwiese, am Kachelofen. Den See haben wir als bezaubernden und wilden Organismus lieben gelernt, der letztlich allen Tourismuswahn des Hochsommers im Herbst immer wieder abschüttelt und sich gereinigt und unberührbar neu in aller Schönheit präsentiert.


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