Es wird Zeit für andere Töne ..

Bisher habe ich meinen Genussblog von Politik, die über Lebensmittelgesetze hinaus geht, freigehalten, obwohl politisches Interesse und Engagement einen wichtigen Teil meines Lebens ausmachen. Ich habe gezögert, hier über die unerträglichen Zustände in österreichischen Erstaufnahmelagern zu schreiben, mein Entsetzen, meine Wut und meine Scham über egoistische Kleinbürger und über rechte Hetzer zu äussern. Bisher schienen mir immer andere Medien und Kanäle passender. Heute hat mich susa von hundertachziggrad mit ihrer beeindruckenden Brandrede aus meinem Zaudern gerissen. Ja, auch hier in unserer Genusswelt, die nicht mehr heil sein kann, wenn derartiges Leid und Unrecht geschieht, müssen wir laut schreien. Dazu aufrufen, jeden Menschen zuerst als Menschen zu behandeln und dann erst als Fall. Über Strategien, wie wir in Europa mit dieser Situation umgehen, müssen wir reden und schnell entscheiden. Aber es ist einer Demokratie nicht würdig, dass Menschen schlechter als Vieh behandelt, von Schleppern ermordet und von rechten Hetzern bedroht werden. Unsere Politiker versagen, sind feige und unfähig. Umso wichtiger ist, dass wir, die Zivilgesellschaft, nicht nur helfen und spenden, sondern auch laut sagen: mit uns nicht! Wir lassen uns Empathie und Solidarität nicht nehmen und schon gar nicht schlechtreden!
Es gibt viele Möglichkeiten, zu helfen und die Stimme zu erheben.
Ich bin aktives Mitglied bei respekt.net. Diese Crowdfunding-Plattform hat seit Jahrsbeginn 15 Flüchtlingsprojekte ausfinanziert, 5 sind noch am Laufen. Von Deutschkursen über ein Radar und die Trinkwasseraufbereitungsanlage für ein Rettungsschiff im Mittelmeer bis zur schnellen Direkthilfe im überfüllten Flüchtlingslager Traiskirchen. Für den Omni-Bus der Caritas kamen innerhalb von wenigen Tagen über 45.000 EUR zusammen.
Spenden ist bei respekt.net ganz einfach online möglich (auch mit Kreditkarte oder PayPal).
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