Hurra, wir Garteln - neues Urban Farming Projekt in Linz


Biogemüse aus dem eigenen Garten
Diesen Traum kann man auch in der Stadt verwirklichen

Wenn die Parkplätze bei Gärtnereien überfüllt sind und sich Masseure über gesteigerten Umsatz durch rückenschmerzgeplagte Patienten freuen, dann hat die Saison für Gartler begonnen. Während Gartenfreunde früher so um die 40+ waren, haben sich in letzter Zeit immer mehr junge Leute zu in der Erde wühlenden Maulwürfen, ihre Tomaten hätschelnden Hobbygärtnern entwickelt.
Nein, natürlich sind das keine Hobbygärtner, sondern Urban Farmers oder gar Guerilla Gardeners. Guerillakämpfe gibt es, nach den amüsanten Erzählungen von Wiener Freunden, die eine Parzelle gepachtet haben, manchmal auch um Eigentumsrechte und die richtige Düngeideologie: wer darf die drei Rhabarberstengeln der einzigen Staude ernten? Muss stinkende Brennesseljauche wirklich über die fast reifen Radieschen gespritzt werden?
Gleich hier an der Donau gibt es seit letztem Jahr einen städtischen Garten für alle. Ich beobachte als Nachbarin neugierig die Aktivitäten, sehe halbertrunkene Salatpflanzerl im Hochbeet, die mit Eifer immer wieder gegossen werden. Schattenliebende Gewächse in der prallen Sonne, anämische Tomatenstauden im mosigen Baumschatten. Ok, das Erntedankfest wird immer, schon aufgrund der Riesenzucchini, die auf dem Kompost wachsen, ein grosser Erfolg sein!

 
Das erste Schnittlauchgrün trotzt dem Aprilwetter

Ich spöttle hier auch ein bisschen auch über mich selbst, weil ich mich selbstkritisch an einige Misserfolge bei gärtnerischen Ambitionen erinnere. So wollte ich mal einen mediterranen Kräutergarten auf 850 m Höhe im rauhen Mühlviertler Klima anlegen und bin im Frühjahr vor erfrorenen Rosmarin- und Salbeisträuchern gestanden. Aber ich freue mich über diesen Trend zum Garteln, zur zumindest partiellen Selbstversorgung, zur Lust an Gemüse, Obst und Kräutern, die man selbst gezogen hat.

Foto: www.morgentauggaerten.at
Garteln will also gelernt sein. So wie beim Kochen, sollte man ein paar Grundkenntnisse haben. Wenn diese nicht oder nur rudimentär vorhanden sind, ist man bei dem neuen Urban Farming Projekt der Morgentaugärten besonders gut aufgehoben. Denn man pachtet nicht nur eine Parzelle, deren Boden fachgerecht für Bio-Landbau aufbereitet wurde, sondern bekommt auch seinen kleinen Garten schon mit den ersten Jungpflanzen bepflanzt übergeben, kann saisonal weitere Jungpflanzen beziehen und Gartengeräte ausleihen. Und, was ich besonders wichtig finde, die wichtigesten Informationen und Beratung kommen mit Morgentau von einem oberösterreichischen Biogemüse-Pionier.
Mit fundiertem Knowhow im Hintergrund  kann man sicher sein, dass man alles richtig macht und eine gute Ernte ist gesichert.
3,6 Hektar mit Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel stehen in 5 Morgentaugärten in Linz als Parzellen von 40 und 60 m2 zur Verfügung. Und pro Standort kann eine soziale Einrichtung (Kindergarten, Hort, Einrichtung für Menschen mit Behinderung, usw.) eine Parzelle kostenlos nutzen.


Anmerkung:
Morgentau ist schon länger mein Kunde im Bereich Rezepte. Das engagierte Projekt Morgentaugärten bewerbe ich ohne Aufforderung und ohne Entgelt, weil es mich begeistert. 




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