Heimkehr-Essen und kurzer Rückblick in das südliche Kremstal und die Wachau


 Ein typisches Heimkehr-Essen mit Fleisch, Fond 
und Erbsen aus dem Tiefkühlschrank


 Lage Gottschelle bei Furth 
Warnung: in diesem Löss kann man mit den Schuhen fast stecken bleiben!

 Die Sonnenterrasse vom Hotel Malat mit Ausblick auf das Stift Göttweig

Wenn nach drei Tage Wachau und südlichem Kremstal die durchweichten Laufschuhe so mit Löss verklebt sind, dass sie kaum zu reinigen sind. Wenn alle Fotos so düster sind wie die obigen. Wenn nach der Heimkehr die Heizung den ganzen Tag läuft und bei H die Nase, dann ist Spätsommer 2014. Ich jammere nicht, es ist wie es ist. Die Winzer im Kremstal  jammern auch nicht und hoffen auf zwei, drei halbwegs trockene Wochen. Und wahrscheinlich haben wir in der Weinstube des Nikolaihof das zufällige Treffen mit suse von hundertachziggrad nur verpasst, weil es durch das Wetter so düster in den Kellergewölben war. Die Weine des Nikolaihof sind für mich ganz was Besonderes. Und in der ziemlich kitschigen Weinstube kann man unglaubliche Raritäten glasweise geniessen, da vergesse ich auch die für meinen Geschmack zu rustikale Küche mit deftigen Riesenportionen. Ein sitzen im traumhaft schöner Garten unter der riesigen Linde war leider nur graue Theorie.
Wir haben diesen Teil der Wachau und das südliche Kremstal als schöne und ruhige Alternative zur klassischen Wachau lieben gelernt, das Hotel Malat mit dem edlen, modernen Ambiente und den aussergewöhnlich guten Weinen genossen, im Late im Kloster Und in postmoderner Inneneinrichtung  (Toni Mörwald was here!) im schönen alten Kloster ausgezeichnet gegessen und überaus nettes Servierpersonal kennengelernt, die gelungene Wiederbelebung des Florianihofes in Wösendorf als Hofmeisterei durch den Winzer Hirtzberger mit einem überdurchschnittlich guten Mittagessen gefeiert. Jetzt ist unser Keller um einige Flaschen reicher und unser Kühlschrank bis auf himmlische Leberpastete von der Hofmeisterei und Marillenmarmelade von Malat leer.
Essen gehen? Nach einigen Tagen auswärtigem Genuss steht uns immer der Sinn nach häuslichen Essen. Gestern gab es kleine Kalbsbriesravioli, die ich beim Kochen fürs letzte Menü nebenbei aus den Teig- und Fülleresten hergestellt habe. Dazu eine Sauce aus getrockneten Steinpilzen, Kalbsfond und Obers. Und einen Malat Grünen Veltliner von der oben gezeigten Lage Gottschelle.
Heute habe ich Ochsenfiletsteaks mit Erbsenmash, Rotweinsauce und Kartoffelwürferl (warum muss ich bei Kartoffelwürferl immer an die Küchenschabe denken?) gekocht. Dazu mit einem Medoc einen willkommenen Kontrastwein zu denen der letzten Tage.

Ein kleines Nachbargut von Chateau Margeaux - himmlisch gut!
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