Auch wenn ich keine grosse Weltreisende bin, tut es mir gut, ab und zu über den Tellerrand zu schauen. Dann krieg ich einen anderen Blick auf das, was mir schon fast zu Gewohnheit wurde. Plötzlich spüre ich intensiver als sonst: zuhause ist es auch ganz schön ...
Und ich merke bei Vergleich mit dem europäischen Ausland, dass ich immer noch zu wenig schätze, was ich hier an Lebensmittelqualität bekommen kann. Das ist jetzt kein chauvinistischer Ausbruch, sondern nur eine nüchterne Feststellung. Es gibt eh genug, worüber ich in Österreich meckern kann, das erspare ich euch aber!
Fotos: H. Hochstetter
Meine zweite Heimat Attersee wurde vom Hochwasser auch ganz schön gebeutelt. Im Gegensatz zur Flussüberschwemmung an der Donau mit viel Schlamm und Sand, ist die Verwüstung am See nicht so wild: unser Badestrand und Bootshaus sind voll gefüllt mit Treibholz, ja sogar einige grosse Baumstämme samt Wurzelstock wurden angeschwemmt. Das bedeutet viel Arbeit für die Besitzer, die mit erstaunlicher Gelassenheit getan wird.
Der See, der grosse Organismus, ist auch gelassen: er hat sich plötzlich über Nacht von einer trüben Lake mit viel Schwemmholz in einen strahlend türkise Schönheit verwandelt und gleichzeitig auf angenehme Schwimmtemperaturen erwärmt.
So komm ich derzeit wieder nicht dazu, was Besonderes für meine Leser zu kochen und zu fotografieren.
Am Wochenende am See gab es gegrillte Bio-Jungschaf-Kotelettes (saftig und mit Geschmack) und griechischen Salat, dazu einen 2007 Jagini, der ist derzeit in Höchstform.
Uns sonst? Spiegeleier mit Bauern-Gselchtem und frisch geschnittenen Schnittlauch - ein spätes Frühstück, das den ganzen Tag lang ernährt







